Gremien und Wahlen
Anfang Juli bitten wir alle Studierenden von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und an den hochschulpolitischen Wahlen teilzunehmen. Es ist wichtig, dass Du Dich „frühzeitig“ informierst!
Warum sollte ich an den Wahlen teilnehmen?
Müssen tust Du erstmal gar nichts, jedoch ist das Lebenselixier der studentischen Selbstverwaltung die Teilnahme der Studierenden an derselbigen. Wer nicht wählen geht, sich nicht in einer der zahlreichen Initiativen, Hochschulgruppen, Projektbereichen, Gremien oder Fachschaften engagiert oder ab und zu an den Aktionen von diesen teilnimmt, die oder der kann nicht erwarten, dass ihre oder seine Meinung entsprechend vertreten wird. Ein zweites Problem: Eine geringe Wahlbeteiligung ist auf die Dauer unausweichlich mit einer Entdemokratisierung verbunden, welche automatisch zu weniger Mitbestimmung, ansteigenden Preisen und einer stärkeren sozialen Selektion führt.
„Der Markt wird das alles schon richten, wozu eine studentische Selbstverwaltung?“
Es gibt dutzende Beispiele, die gezeigt haben, dass es lohnenswert ist, sich als Studierender aktiv für etwas einzusetzen (Beispielresultate: die geringe Höhe der Studiengebühren in Münster, die Gebührenordnung in Hamburg, die Mögliche Abschaffung der Studiengebühren in Hessen, die Einführung von fair gehandelten Kaffee an der Uni Paderborn etc.). Welchen Negativ- oder Positiv-Szenarien-Weg unsere Gesellschaft einschlägt, hängt von uns ab oder in dem Fall, dass wir uns nicht engagieren, von kleinen Interessengruppen. Eine zu starke Machtverteilung auf kleine Interessengruppen kann schnell diktatorische Ausmaße annehmen. Hier mal ein paar negative Szenarien:
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Wenn das Studentenwerk in Zukunft zusammenbrechen und externe Firmen die Essensausgabe und die Studentenwohnheime übernehmen sollten (Schon jetzt ist das Studentenwerk einem immer stärkere Eigenfinanzierung ausgesetzt; s. Anstieg der Mensapreise),
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wenn Vertreter von Firmen die hohen Entscheidungsgremien dominieren und am Entwicklungsplan der Uni mitbasteln würden (was leider teilweise schon Realität ist; s. Hochschulrat),
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wenn die Gewaltenteilung innerhalb der Uni zusammenbrechen würde (die Machtverteilung in der Uni hat sich bereits nicht zum Vorteil der Studierenden durch das Hochschulfreiheitsgesetz verschoben),
dann juckt es keinen, ob Dir der Blumenkohl in der Mensa schmeckt oder nicht, ob Du rechtzeitig Deinen Schein bekommst oder nicht, ob Du irgendwas "für ungerecht empfindest" oder nicht; das einzige was in diesen Fällen zählen würde ist: Bringe Deine Leistung, so wie die Wirtschaft es von Dir verlangt, kauf die Produkte der Sponsoren und Teilhaber und Schnauze halten! Bei der momentanen Entwicklung drängt sich der Gedanke auf, dass zukünftig fast nur noch diejenigen studieren können, die sich entweder immens verschulden, die reiche Eltern oder das „Glück“ haben, dass diese ihren Lebensstandard so stark zurückschrauben, so dass sie überhaupt ihrem Kind eine Uni-Laufbahn ermöglichen können... (weitere Finanzierungsmöglichkeiten: der sich wohl immer mehr etablierende Uni-Strich (der ist in Frankreich schon Gang und Gebe) und die Stipendien und Teilstipendien für ein paar Wenige, die sowieso die besten sind...)
Wer jetzt noch die Augen verschließt und darauf hofft mit seinem Master- oder Magistertitel ein sichere Zukunft für sich und seine Familie zu erpauken, die oder der könnte eine Zukunft vorfinden, wo die Universität nicht mehr für "Toleranz", "Weitsichtigkeit", "Intellekt", "Breit gefächertes Allgemeinwissen", "Vereinigung von Forschung und Lehre" und "Mitbestimmung" steht. Unsere Kinder werden es uns vielleicht danken, weil wir ihnen wieder etwas geben, wofür bzw. wogegen sie kämpfen können, für eine studentische Selbstverwaltung z.B.. :-) Oder wir geben Ihnen die Chance die Rechte zu genießen, die wir (vielleicht ohne es zu wissen) bereits genießen dürfen...
Also geh wählen! Sag all Deinen Freunden Bescheid und markiere den Juli ganz fett in Deinem Terminkalender! "Wir sind die Uni!"
PS: Wäre schön, wenn diesmal mehr als 15% der Studierenden an den Wahlen teilnehmen würden ;-)
Wahlen 2012
Die studentischen Wahlen stehen vor der Tür: Vom 25.-27. Juni dürft ihr im Foyer des Audimax euer Kreuzchen setzen.
Für die Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) treten verschiedene hochschulpolitische Listen an. Informationen zu den einzelnen Fraktionen findet ihr
hier. Am Tag der Wahl könnt ihr einem Vertreter eure Stimme geben.
Für die Wahl zum Senat treten
8 Listen an. Hier könnt ihr fünf Stimmen vergeben.
StuPa